Feenis Alberon befindet sich seit Anfang November im Lektorat.
Seitdem habe ich sich teilweise widersprechende Informationen zum Fortschritt erhalten, weiß aber weder wann das Buch fertig wird noch, inwieweit sich der Inhalt ändert. Diese Entscheidung ist mir sehr schwergefallen, aber in Anbetracht der Situation ist es mir nicht möglich die gewohnte Qualität zu garantieren.
Ich würde darum bitten die Autorin und den Lektor nicht deswegen zu belästigen. Auch wenn sich unser Weg hier trennt, wünsche ich beiden nichts Schlechtes.

Ich möchte mich bei allen Lesern und besonders den Vorbestellern entschuldigen. Ich habe mehrere Fehlentscheidungen getroffen, die diese Situation möglich gemacht haben.
Vorbesteller erhalten entweder ihr Geld zurück, oder können auf ein neues Buch umsteigen.
Hier erarbeite ich einen Plan, damit alles so reibungslos wie möglich abläuft.
(Ich werde alle Vorbesteller natürlich noch per Mail informieren, wenn es soweit ist)

Da mir in dem Fall ein „Tut mir leid, ich arbeite an mir“ nicht reicht, möchte ich auch hier die Maßnahmen offenen legen, die ich getroffen habe/treffe, um so eine Situation zu vermeiden:

-Bücher werden später angekündigt: Auf diese Art kann ich lockerer planen und schnell noch an der Reihenfolge etwas ändern, sollte es Verzögerungen geben bzw. jemand aus dem Team zeitlich eingeschränkt sein.

-Keine komplett neu zusammengewürfelten Teams: Ich achte darauf, dass Ich entweder mit der Autorin, oder der Lektorin/Korrektorin/Setzerin schon einmal gearbeitet habe. Sollte eine der Seiten sich als unzuverlässig erweisen, habe ich die Andere um mich zu informieren.

-Stärkere Überwachung der Arbeitsschritte:  Bis jetzt habe ich mich versucht rauszuhalten. Dienstleisterinnen und Autorinnen haben bis jetzt sehr selbstständig miteinander gearbeitet und ich habe mir nur die Anmerkungen und das Ergebnis angeschaut. Bei den nächsten Projekten werde ich hier strenger sein und auch die Kommunikation zwischen Dienstleisterinnen und Autorinnen übernehmen.

-Keine großen Projekte mit neuen Autorinnen:
Neue Autoren und Autorinnen sind natürlich in Anthologien herzlich willkommen. Für ganze Novellen oder Reihen will ich erst einmal nur mit Personen arbeiten, die sich schon bewiesen haben. (Davon sind die Autorinnen natürlich ausgeschlossen, mit denen ich schon eine Vereinbarung vor diesem ganzen Debakel getroffen habe). Dies ist schon mit 01.01 in Kraft getreten, da ich keine Manuskripte mehr annehme.

-Die Deadlines sind nicht mehr so eng gesetzt:  
Abgesehen von dem Debakel war die Deadline für Feenis Alberon und für Girlem viel zu knapp bemessen. Es ist euch vielleicht schon aufgefallen, aber für Stahllilie ist ein halbes Jahr eingeplant. Diese Zeit ist unrealistisch und ich bin zu 99% davon überzeugt, dass wir in 2-3 Monaten das Buch versandfertig haben. Aber sollte etwas schiefgehen, ist noch genug Zeit da, um einen Fehler in Ruhe auszubessern.

Was ich nicht ändern kann:
Vorbestellungen bzw Crowdfunding bringen ein gewisses Risiko mit sich. Leider kann ich darauf nicht verzichten. Auch wenn letztes Jahr glimpflich gelaufen ist, waren die Produktionskosten höher als sonst. Der Verlag ist nicht am Rande des Pleitegehens, aber auch nicht in der Lage große Sprünge zu machen. Wenn ich dieses (und wahrscheinlich auch nächstes Jahr) produzieren will, dann geht das nur über Crowdfunding. Ich weiß, dass ich hier sehr viel Vertrauen einfordere und ich verstehe wenn jemand aufgrund der Situation lieber Bücher erst nach dem Erscheinungstermin bestellt.