Monat: Juni 2020

Vergraben: Hinter den Kulissen

Da immer mehr Kurzgeschichten für unsere Anthologie eingereicht werden, will ich heute erzählen was mit diesen passiert und wie ich und Katherina eine Auswahl für die Anthologie treffen.

Was Bewerbungen betrifft, bin ich generell sehr schnell.
Ich mag es nicht Dinge unerledigt am virtuellen Schreibtisch liegen zu haben und versuche sie daher so schnell wie möglich zu bearbeiten.
Kurzgeschichten (und auch Leseproben von regulären Bewerbungen) höre ich mir nebenbei an. (Zb. beim Kochen, Aufräumen, oder wenn ich in meinem Job eine Pause mache)
Die „Laut vorlesen“-Funktion von Word ist mein bester Freund und macht es möglich, dass ich teilweise schon am selben Tag eine Einsendung fertig gesichtet habe. Zusätzlich fallen mir Wortwiederholungen, Grammatikfehler oder seltsame Formulierungen auf die Art besser auf.
Beim Hören achte ich auch noch zusätzlich auf folgende Punkte:
-Spielt die Geschichte unter der Erde?
-Gibt es inhaltliche Red Flags (zb. Sexismus) oder Plotlöcher, die gegen eine Veröffentlichung sprechen?
-Passt die Kurzgeschichte zur Zielgruppe? (Ich verlege noch immer keine Kinderbücher)
-Gab es schon eine ähnliche Einsendung?

Auf diese Art treffe ich eine Vorauswahl von Einsendungen, die für die Anthologie infrage kommen.
Diese Kurzgeschichten schicke ich dann anonymisiert an Katherina, damit sie diese ebenfalls sichtet und beurteilt, wobei wir bis jetzt immer einer Meinung waren.

Wenn es dann soweit ist, stellen wir aus den für passend befundenen Kurzgeschichten eine Anthologie zusammen, die 200-300 Seiten lang sein wird.

Wie es zu „Vergraben“ kam

Meine erste Veröffentlichung war eine Kurzgeschichte in einer Anthologie. (Die ebenfalls die erste Veröffentlichung des Verlages war)
Nach mehreren Jahren wurde die Anthologie schließlich aus dem Verlagsprogramm gestrichen und ich bekam zum Jahreswechsel die Rechte zurück.
Da die Kurzgeschichte komplett fertig korrigiert ist, fände ich es schade, wenn ich nichts mit ihr machen würde. Klar, sie ist nicht mein bester Text, jedoch denke ich gerne nostalgisch an sie zurück.

Der eigentliche Plan war die Geschichte einzeln zu drucken und günstig anzubieten. Reich werde ich damit nicht, aber gerade die kurzen Bücher werden gerne auf Messen gekauft.
Jedoch habe ich die Länge meiner Kurzgeschichte vollkommen überschätzt- mit 10 Seiten ist sie eindeutig zu kurz, um einzeln gedruckt zu werden.
Die Entscheidung doch eine Anthologie herauszubringen war also recht naheliegend.
Die Suche nach einem Thema war ebenfalls sehr pragmatisch. Die Geschichte spielt unter der Erde und die Thematik lässt sich gut in eine Reihe verpacken, sollte die Anthologie gut bei den Autor*innen und Leser*innen ankommen.
Ich bin jetzt schon sehr von den Einsendungen begeistert und hoffe, dass sie euch ebenfalls gefallen werden. Die Auswahl wird mir jedenfalls sehr schwer fallen 😊

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