Monat: Dezember 2020

Gefangen zwischen Eis und Feuer – Rezension

Im Zuge meiner #KaldLiest2021-Challenge habe ich „Gefangen zwischen Eis und Feuer“ von June T. Michael gelesen.

Titel: Gefangen zwischen Eis und Feuer  
Reihe: Erotische Abenteuer in Arl Sere 1
Autorin: June T. Michael     
Genre: Lesbische Erotik, BDSM, Fantasy
Veröffentlichte Bände:  1
Zusätzliche Adaptionen: /


Gelesen als: Ebook
Sprache: Deutsch
Gelesene Bände: 1

Klappentext:
„Als Fenia von ihrer Familie nach Erytan geschickt wird, ist dies Segen und Fluch zugleich. Dort muss sie nicht geheim halten, dass sie es liebt, sich sexuell zu unterwerfen, benutzt und geschlagen zu werden.
Doch als gleich zwei schöne Frauen mit ihr spielen wollen, fürchtet sie nichts mehr als die Entscheidung, ob sie vor dem Feuer oder dem Eis knien will.
Wird sie lernen, ihre Bedürfnisse zu akzeptieren und von alten Verletzungen zu heilen?

BDSM-Fantasy in einer fremdartigen Welt. Ein Roman über Selbstakzeptanz, leckeres Essen und heiße Sessions.“

Was hat mich daran angesprochen?
Ich habe mich entschieden 2021 zumindest 50% deutschsprachige Autorinnen zu lesen. Da ich June kenne und sie mit dem Kauf unterstützen wollte, habe ich mich für dieses Buch entschieden. Und erotische Fantasy spricht mich ja generell an.

Meine Meinung:
June hat einen angenehmen Schreibstil. Obwohl ich keine Favoritin habe, sind mir die Charaktere sympathisch. Die Welt wirkt ebenfalls gut durchdacht. Obwohl es sich hierbei um eine Erotik-Geschichte handelt, ist das Miteinander zwischen den Figuren sehr wholesome. Es wird zusammen geweint, umarmt und BDSM wird für mich als jemanden, der nichts damit anfangen kann respektvoll und positiv dargestellt. Als Leserin bekomme ich mit, wie sehr die Protagonistinnen einander vertrauen.
Der ranzige Beigeschmack und das Fremdschämen, dass ich oft habe, wenn BDSM in Anime-Serien thematisiert wird, fehlt hier komplett.

Wodurch ich aber schon zu meinem aber komme.
BDSM-Erotik spricht mich einfach nicht an. Dadurch habe ich mich bei den Sexszenen gelangweilt. Da das Buch ja wesentlich mehr Erotik als Romance ist, war das Kennenlernen der Protagonistinnen für meinen Geschmack zu knapp gehalten. Diese beiden Punkte sind aber weniger als Kritik gemeint, sondern eine Feststellung meinerseits, warum das Buch einfach nicht so meinen Geschmack getroffen hat.

Ich weiß auch, dass June das Cover mag. Ich persönlich finde es leider nicht ansprechend und es hat mich fast davon abgehalten das Buch zu kaufen.
Ich empfinde es als zu düster, das Eis wirkt für mich nicht wie Eis und es hat diesen „Schmuddelfaktor“ an sich, den es oft bei „Pornobüchern“ gibt.
„Als Sklavin verkauft und durchgenudelt“ würde genauso gut als Titel passen, wenn ich jetzt nur von dem Cover ausgehe. Trotz der Sexszenen ist das Buch jedoch kein „Schmuddelroman“.
Ich persönlich hätte eher hellere Farben gewählt. Bzw das Foto von einem Seil oder einem Fächer. Irgendetwas, dass zwar verführerisch wirkt und neugierig macht, aber dabei nicht ganz so „in your face“ ist.

Werde ich weiterlesen?
Jain. Wie es mit Fenia weitergeht, ist mir persönlich ziemlich egal. Das Ende ist auch geschlossen genug und lässt für mich keine Fragen offen. Allerdings würde ich weiteren Geschichten aus dem Universum eine Chance geben.

Littera Magia 2021 Was wird uns erwarten?

Ich kann mich noch erinnern, wie ich fast vor einem Jahr in der Lounge eines Capsule Hotels in Tokyo saß und zum ersten Mal etwas über diesen mysteriösen Corona-Virus gelesen habe. (Es war eine Meme-Seite auf Facebook. Sorry not sorry) Wird schon nicht so schlimm werden, dachte ich.
Und dann ist 2020 passiert.
Das Jahr war wild. Und seltsam.
Wir haben den Sprung von Messen auf online-Verkauf relativ gut hinbekommen. (Worüber ich mich selbst wundere. )
Kurz gesagt, es ist viel passiert, aber nichts nach Plan verlaufen.

Die Reste von 2020Vergraben ist zwar komplett verschickt, aber ein paar Bücher sind noch nicht angekommen und erreichen hoffentlich nach Weihnachten ihr Ziel.

Ich schulde euch noch den Kalender und die Hardcover-Bücher von Girlem.
Der Kalender ist im Druck, das                   eigentliche Buch wird am Montag an die Druckerei geschickt.
Beides macht sich also so schnell wie möglich auf den Weg.

Feenis Alberon befindet sich noch im Lektorat. Ich hoffe, dass ich bald einen neuen Erscheinungstermin ankündigen kann. Aktuell habe ich keinen Einfluss auf das Projekt, freue mich aber schon sehr auf das fertige Werk.

Teil Zwei

Zum Jahreswechsel startet das Crowdfunding für Stahllilie 2. Wir (also eigentlich Katherina) haben schon einiges vorbereitet und die Kampagne wird planmäßig losgehen.

Zur Jahresmitte endet dann auch die Ausschreibung für unsere zweite Anthologie, Versunken.
Aktuell gibt es drei Einsendungen, die ich noch nicht gelesen habe und auf die ich mich sehr freue.
Wie genau unser Zeitplan für die Anthologie aussehen wird, steht noch in den Sternen… aber ich werde mir definitiv mehr Zeit für alles nehmen.

Die großen Änderungen

Auch wenn ich mich fürchte, werden alle neuen Projekte erst einmal über Crowdfunding veröffentlicht. Zumindest, bis a) es wieder Messen gibt oder b) ich besser darin werde Bücher online zu verkaufen. Ich rechne pro Buch/Kampagne 3-4 Monate. (1 Monat laufzweit, 2-3 Monate um das Buch fertig zu überarbeiten, zu drucken und an alle Unterstützer zu schicken)
Realistisch betrachtet sind also 3-4 Bücher pro Jahr machbar.
Ich  habe den ersten Band einer Fantasy-Reihe unter vertrag (hier warte ich noch auf eine überarbeitete Version von der Autorin), und warte auf Manuskripte von Anna Kleve, Heike Pflüger und P.A Aschenbach.
Ohne meine eigenen Projekte bin ich also schon bei 6 Büchern.  Eindeutig mehr, als ich im kommenden Jahr herausbringen kann.

Von daher war es für mich klar, dass ich im kommenden Jahr keine Manuskripte mehr annehme (außer Autorinnen, mit denen ich schon gearbeitet habe).
Je nachdem wie 2021 so läuft, werde ich 2022 wieder Manuskripte annehmen… oder auch nicht. Lassen wir uns überraschen 🙂

Wie lief mein Nano?

Die Kurzfassung: Uff.

Die lange Fassung: Uffffffffffff.
Der Anfang lief schon recht ok, weil ich eine Kurzgeschichte geschrieben habe.
Dann ging es an die Überarbeitung von Theodor aus Riesenthal.
Ca 5k Wörter sind neu dazugekommen und 5k Wörter habe ich gelöscht und dann neu geschrieben. Also rund 10k Wörter.

Dann hat die Depression ordentlich zugeschlagen.
Es gibt Zeiten wo ich denke „Ich bin wieder gesund, es ist alles in Ordnung“, aber dann kommt sie doch wieder zurück. Der November war kräfteraubend für mich und ich habe keine Ahnung warum. Ja, ich hatte mit Vergraben Streß (was auch dazu geführt hat, dass ich weniger neues schreiben konnte) und das Lektorat von Girlem hat wesentlich mehr Energie gekostet als gedacht (was nicht an der Lektorin liegt, sie ist großartig).
Aber das war nicht so viel Streß, dass ich nichts hätte tun können.

Also keine Ahnung was das Problem ist. Evtl. zu wenig Vitamin D, weil ich aktuell überhaupt nicht mehr die Wohnung verlasse?
Es braucht sich keiner Sorgen machen, mir geht es aktuell nicht schlecht. Es kostet mich nur viel Kraft überhaupt etwas zu machen. Aber es wird besser.

War das Nano für mich ein Erfolg? Im klassischen Sinne: Nein.
Grob gerechnet habe ich irgend etwas zwischen 15-20k geschafft.
Aber ich habe an TaRt gearbeitet und auch bei Girlem einiges weitergebracht. Und nächstes Jahr will ich noch viel mehr schaffen. (Oder ich lege im Jänner einen Ersatz-Nano ein, mal schauen 😀 )

Hattet ihr Erfolg im Nano? Wie ist es bei euch gelaufen?

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