Monat: Juli 2021

Strongest Gamer-Rezension

Titel: Strongest Gamer: Let’s Play in Another World
Autor:  Shinobu Yuki
Illustrationen:  Itsuwa Katou 
Genre: Isekai Light Novel
Veröffentlichte Bände: 2
Zusätzliche Adaptionen: /

Gelesen als: Ebook
Sprache: Englisch
Gelesene Bände: 2

Klappentext:
“I-Isn’t this a little too hardcore!?”
Kousaka Aoi is a young, avid gamer well-versed in all types of gaming. Down on his luck, he comes upon a suspicious job offer looking for those „proficient in games.“
Things were looking up, but before he knew it… he’s thrown into another world! And now finds himself stuck at the bottom of a ravine with nothing but a pickaxe and shovel.
At a loss of what to do, he slowly learns he can make a living in this by trading items he can craft. What other possibilities are there in this new ever-expanding, game-like world our protagonist finds himself in!?
„If that’s how it is, then I guess it’s time to use all the knowledge I’ve gained from games, and let my gaming spirit shine!“
Let’s get to writing a strategy guide! I may be stuck in another world, but I’ll do my best to make the most of it!

Was hat mich daran angesprochen?
Ich fand es spannend einen Light Novel zu lesen, bei dem das Kämpfen/Welt-Retten nicht im Vordergrund steht.
Aoi hat in dem Fall ja die Aufgabe, einen Dungeon wieder auf Vordermann zu bringen. Zu lesen, wie er die Welt um sich herum langsam aufbaut und welche Einflüsse dies hat, ist für mich sehr interessant.
Generell mag ich Slice of Life lastige Geschichten sehr.

Meine Meinung:

Uff.
Positiv ist zu sagen, dass der Light Novel hält was er verspricht. Der Fokus bleibt in beiden Bänden auf der Handlung. Oft wird in Isekais die spannende Handlung über Bord geworfen und durch Harem-Fanservice ersetzt.
Seltsame Nischen-Fetische gibt es hier keine, wobei das Verhältnis zwischen Aoi und seiner Kobold-Freundin immer so zwischen Love interest und “kleiner Schwester“ schwankt- was unangenehm zu lesen ist, aber wesentlich schlimmer sein könnte.
Das Worldbuilding ist solide, die Charaktere relativ oberflächlich- was aber auch daran liegt, dass nur zwei Bände da sind um sie zu etablieren.

Die Cover-Illustrationen sind sehr niedlich.
Die Bilder in Band 1 waren jetzt nicht ideal gewählt und haben teilweise recht langweilige Szenen gezeigt. z.B. hätte ich mir mehr von dem Dungeon selbst gewünscht, als Bilder von Aoi wie er ein Interface bedient. Band 2 hatte, wenn ich mich richtig erinnere nur zwei zusätzliche Illustrationen vorne im Buch, aber keine im Novel selbst. Das war schade, aber vollkommen in Ordnung.

Die Handlung selbst ist in Band 1 wesentlich besser und in sich geschlossener- Band 2 hat zu viele Themen, die dann zu schnell gelöst werden. Dadurch ist er nicht so spannend.

Die große Schwäche dieses Light Novels ist der Erzählstil- bzw. der Hauptcharakter.
Aoi ist nämlich ein Gamer. Ja, ich verstehe. Das Buch soll junge Männer ansprechen, die Videospiele mögen und deswegen der Meinung sind, dass sie alle Probleme viel besser lösen können als nicht-Gamer.
Mit dem Teil der Geschichte kann ich ja noch leben. Jedoch werden wir immer an Aois Gamer-sein erinnert, weil er es nicht lassen kann ständig darüber zu sprechen oder in Erinnerungen zu schwelgen.
Egal wie spannend oder interessant die Szene doch ist, sie wird von einem „Damals im Spiel XYZ ist folgendes passiert. Deswegen bin ich jetzt in der Lage dieses Problem ebenfalls zu lösen.“
In Band 2 verbringt er dann auch viel Zeit im Dungeon bzw. mit seinen Freunden und zockt dort.
Ich verstehe, dass ein Gamer nicht einfach so aufhört an Spiele zu denken bzw. spielen zu wollen.
Aber aus Leser-sicht ist das wahnsinnig anstrengend. Der Spannungsbogen leidet mMn. Immens darunter. Genauso wie das Pacing. Die Bücher fühlen sich wahnsinnig langsam an und nichts ist wirklich ernst. Genauso hat der Autor das Konzept von “Show don`t tell“ nicht verstanden.

Zusammengefasst ist die Idee gut, aber die Umsetzung mehr auf Hobby-Niveau. Daher gibt es von mir keine Leseempfehlung.

Versunken- mein Resümee

Versunken- 47 Kurzgeschichten, 5+1, die eine Zusage bekommen haben.
88% der Bewerberinnen haben eine Absage bekommen.

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich Dankbar bin. 48 Schreibende haben mein Thema als spannend genug empfunden und etwas geschrieben, damit ich es lesen kann. Das sind für mich unvorstellbar viele Arbeitsstunden. Weil ich die Arbeit von allen sehr schätze, möchte ich zusätzlich noch ein transparentes Resümee mit meinen Eindrücken allen zur Verfügung stellen, die bei einer meiner Ausschreibungen teilgenommen haben oder es noch planen.

Ich bin jemand, der sich eigentlich super leicht begeistern lässt.- Wenn jemand meine Arbeit gut findet, und bei mir ein Buch herausbringen will,  dann will ich das eigentlich auch und die beste Info und Hilfestellung bieten, damit diese Veröffentlichung auch möglich ist.
Deswegen macht es mich nicht glücklich, wenn ich Absagen schreiben muss. Während ich bei einer Novelle noch einen Spielraum für Korrekturen offen lassen kann, geht das bei einer Anthologie-Ausschreibung nicht. Ich habe nur einen limitierten Platz und muss zu den üblichen Dingen auch noch darauf achten, dass die Geschichten in irgendeiner Form zusammenpassen und dabei nicht zu ähnlich sind. Ich fände es unfair, wenn ich einer kleinen Anzahl an Schreibenden Revisionen erlauben würde, anderen jedoch nicht. Von daher hat hier jeder nur genau eine Chance, um dieses Mal zu überzeugen.



Wie ich auswerte/auswähle:



Ich lasse mir Kurzgeschichten von Word vorlesen. Das ist praktisch, weil ich nebenbei andere Dinge tun kann. Zb aufräumen. Bei Vergraben hat mir Katherina bei der Auswahl geholfen, Versunken habe ich komplett alleine entschieden.
Bei der nächsten Anthologie möchte ich Personen aus dem Team einladen, dass sie Feedback geben können.

Meine Entscheidungen treffe ich in erster Linie nach meinem persönlichen Geschmack.
Natürlich auch nach objektiven Kriterien wie „spielt es unter Wasser“, „wie sehr ist das Setting miteinbezogen“ oder dem allgemeinen Stil. Aber natürlich ist es mir auch wichtig, dass ich 1000% von den Beiträgen überzeugt bin. Ich möchte nicht zu den Leuten gehören, die nur nach „verkauft sich gut“ oder „spricht das Publikum an“, bewerten.
Diese Art zu bewerten, wird sich nicht ändern. Wobei ich bei der nächsten Ausschreibung versuchen werde, meine Vorstellungen besser zu beschreiben.

Gründe zur Ablehnung:

Gleich vorweg: Dieser Punkt ist NICHT da, um jemanden anzugreifen, oder mich über Schreibende lustig zu machen.  Ich möchte Einsicht geben, damit alle besseren Möglichkeiten haben, um meinen Standpunkt zu verstehen und um bei der nächsten Anthologie bessere Chancen zu haben. Alles was hier steht, wird auch in den nächsten Ausschreibungstext mit eingearbeitet.
Diese Dinge, die ich hier aufzähle, sind in Vergraben und Versunken aufgetreten, weswegen ich sie jetzt ansprechen möchte.

-Rechtschreibung/Grammatik/Wordwiederholung: Es ist bei dieser Anthologie wesentlich besser gewesen als bei der letzten. Trotzdem habe ich Beiträge abgelehnt, weil sie stilistisch noch nicht ganz ausgereift waren, oder weil sie zu viele Fehler enthalten haben. Wortwiederholungen regen mich beim Lesen furchtbar auf. Das ist vielleicht eine Eigenart von mir, aber wenn ein Wort in mehreren Sätzen nacheinander wiederholt wird, dann wirft mich das sehr aus der Geschichte.
Wenn man selbst unsicher ist und Wort nicht alles anzeigt, hilft es auch die Beiträge laut vorzulesen. Testleser:innen findet man in allen gängigen sozialen Medien.

-Zu sehr Kinderbuch: Ich weiß nicht ob es an unserer Manga-Affinität liegt, aber es gibt immer wieder Beiträge, die in sich zwar gut sind, sich jedoch sehr märchenhaft/kindlich lesen. Das ist nicht abwertend gemeint, jedoch kann ich mich mit diesen Geschichten fast nie identifizieren und fühle mich nicht unterhalten. Die Hauptzielgruppe dieser Anthologie-Reihe ist New Adult bzw Erwachsene.
Ich möchte, dass Jugendliche sie auch lesen können, ohne davon traumatisiert zu werden, habe diese jedoch nicht als Hauptzielgruppe eingeplant.  

-Unpassende Themen: Ich fühle mich immer schräg, wenn ich eine lange Liste an No-Gos bis ins kleinste Detail beschreibe. Ist irgendwie komisch und ich habe das Gefühl, dass schnell etwas überlesen werden kann. Deswegen habe ich mich bei Versunken absichtlich kurzgefasst.
Ich gehe jetzt nicht darauf ein, aber dann, wenn die nächste Ausschreibung steht, werde ich eine umfangreiche Liste mit Erklärung schreiben. Also für alle, die es bis ins Detail lesen wollen.

-Zu lange Einleitung:  Ich denke, dass ich hierfür auch selbst mitverantwortlich bin, weil ich so lange Kurzgeschichten annehme. Die Länge wird also bei der nächsten Ausschreibung auf 10,000 Wörter gesenkt.  Viele Kurzgeschichten haben jedenfalls eine sehr langsame, lange Einleitung (zwischen 20% und 1/3), die besser zu einem Roman passen würde. Dadurch, bekommt das Pacing oft Probleme, weil ewig nichts weitergeht und dann alles sehr schnell ist.  Der Hauptteil und/oder der Schluss leiden darunter.
Bei der nächsten Ausschreibung werde ich zusätzlich noch Seiten verlinken, die Tipps zum Kurzgeschichten-Schreiben beinhalten.

Was ist besser? Lange oder kurze Beiträge?

Ich möchte es diplomatisch sagen: Es kommt auf die Geschichte an. Manche brauchen mehr Platz als andere. Von den Fünf Beiträgen in Versunken ist eine unter 5000 Wörter lang, eine zwischen 5000 und 10,000 und drei über 10,000. Es macht also ein bisschen den Anschein, als ob lange Geschichten bessere Chancen hätten. Aber es werden auch deutlich mehr lange Beiträge eingereicht.

Ich möchte Schreibenden auch diesen Freiraum nicht nehmen. Manche Geschichten brauchen Platz und diesen will ich auch zur Verfügung stellen.
Aber es muss sich niemand schlecht fühlen, weil der eigene Beitrag kürzer ist. Oder sich gezwungen fühlen etwas Langes zu schreiben. Kurze Beiträge haben bessere Chancen, dass ich sie doch noch dazu nehme und ich muss auch sagen, dass ich momentan kurze aber prägnante Geschichten vermisse, die mich staunend zurücklassen.

Hier ist mein Feedback also: Schreib was dich begeistert und überzeugt.

Abschließende Worte



Noch einmal vielen Dank an die 48 Schreibenden, die ihre Beiträge eingereicht haben. Ich bin euch sehr dankbar und ihr könnt stolz auf eure Leistung sein.

Danke an Petra, Julia, Mo, Yui und Anna, die es in die Anthologie geschafft haben
Danke an Sabine, deren Beitrag mich zu einer neuen Anthologie inspiriert hat.
Danke an alle, die diesen Beitrag gelesen haben und die den Verlag so großartig unterstützen.
Wie immer stehe ich für Feedback, Wünsche und Anregungen zur Verfügung. Ihr dürft mich kritisieren. Auch wenn es manchmal wehtut, bin ich dafür dankbar. Nur so lerne ich weiter und werde eine bessere Herausgeberin.

Da momentan 10 Projekte so mehr oder weniger in Arbeit sind und ich mich vollkommen übernommen habe, wird die Arbeit an Versunken erst gegen Ende des Monats starten.
Ich möchte auch meine To-Do-Liste abarbeiten und zumindest Stahllilie 2 und Zwerg X Sylvan fertig haben, bevor ich mich wieder Anthologien widme.
Dafür werden dann zwei gleichzeitig ausgeschrieben. Die Themen werden diesmal nicht Setting-Abhängig, sondern Verbissen und Verspätet sein. Ihr könnt also jetzt schon darüber grübeln, wass es damit auf sich haben wird.

Bezauberndes Blutbad- Tag1

Hooray- es ist soweit.
Ab heute arbeite ich offiziell wieder an einem neuen Projekt.
Ich habe die Tendenz, dass ich Bücher verwerfe/pausiere, wenn ich nicht früh genug damit starte. Daher zwinge ich mich hier regelrecht täglich ein Update zu posten…. wobei zwingen der falsche Ausdruck ist. Es macht mir ja eh Spaß.

Als Arbeitstitel habe ich mich für bezauberndes Blutbad entschieden. Es kann sein, dass der Titel sich vor der Veröffentlichung noch ändert.
Da ich sehr in die Hintergründe meines Buchs eingehe, kann ich diesen Blog also nur allen empfehlen, die damit kein Problem haben.
Wer komplett unvoreingenommen das Buch lesen will, sollte meinen Blog ignorieren 🙂

Im Fokus des Projektes stehen junge Magierschüler*innen, die mit der Schuld ihrer Eltern Leben und diese verarbeiten müssen.
Eigentlich wollte ich erst einmal an anderen Projekten arbeiten, aber es hat sich aus Gründen gerade angeboten.
Eine zusätzliche Inspiration für dieses Buch sind Made in Abbys, Magical Girl Raising Project, Berserk, diverse Bücher von Clive Barker, die Werke von Sandro Botticelli und Dantes Inferno.

Die Kapitelstruktur bzw. die Ebenen der Reise sind stark an Dantes Inferno angelehnt. So komme ich aktuell auf 35 Kapitel (was bei mir ungefähr 70,000 Wörter ergibt! Mein längstes Projekt, ich bekomme schon Angst).
Normalerweise plane ich meine Kapitel sehr genau durch. Diesmal lasse ich sehr viel offen, weil ich das Gefühl habe, dass ich erst einmal sehen muss wie mir bestimmte Themen liegen und ob ich alles so umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle.
Ich weiß auch nicht wie nahe ich am Original bleibe. Eine Reise durch die Hölle erzeugt doch starke „Made in Abbys“-Vibes.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

Diese Seite nutzt Cookies. Mehr Informationen finde Sie unter der Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen