Die ersten Charaktere
Ende 2009 erschien das Videospiel Dragon Age: Origins. Mein Ex-Freund (damals haben wir noch zusammengewohnt) hatte es sich gekauft und regelmäßig gespielt.
Früher interessierten mich nur JRPGs, von daher wollte ich es eigentlich nicht spielen.
Warum auch immer habe ich dann selbst damit angefangen.
Ich habe das Spiel dann als Kriegerin durchgespielt und mein zweiter Durchgang war dann als Magier.
Wann es genau passiert ist, kann ich nicht sagen. Jedoch fand ich die Magier etwas zu interessant.
Das ist die schöne Formulierung für: Ich bin voll reingekippt und hab eigentlich die ganze Zeit damit verbracht Fanarts zu zeichnen, Text-RPGs zu spielen und mit anderen Leuten über das Spiel und die Charaktere zu reden.
Diese Phase hat sicherlich 1-2 Jahre angehalten.
In der Zeit habe ich meinen OC Jory entworfen. Zu ihm werde ich euch noch irgendwann, wenn er endlich seinen großen Auftritt hat, mehr sagen.
Jedenfalls hat es mir damals nicht gereicht, ihn einfach so in das vorhandene Thedas einzubauen. Irgendwann hatte er Freunde, einen Love-Interest und auch einen eigenen Lehrmeister. Auch das war nicht genug: Eine eigene Welt musste her.
Zu der Zeit entstand auch das erste Design für Theodor.

Das erste Buch
Vor 8 oder 9 Jahren veröffentlichte ich dann meinen ersten Roman.
Im Nachhinein ist er mir ein bisschen peinlich und ich bin so erstaunt wie viele Leute mich damals unterstützt haben… und den auch noch gut fanden!
Highlights von dem ganzen waren: Beschissenes Worldbuilding, kein richtiges Lektorat, Kein Korrektorat, Kein Buchsatz,
ab Kapitel 6 habe ich vergessen die Kapitel zu beschriften, Klischees ohne Ende.
Dafür war das Cover ziemlich nett.
So wie ein erstes Buch eben sein sollte.
Zum Glück war ich schon damals nicht besonders konsequent. (Auch wegen meiner komplizierten Lebenssituation)
Ich plante also Bücher, begann damit sie zu schreiben und verwarf sie bzw. brach sie ab.
Im Nachhinein bin ich froh darüber, dass ich in der Zeit nichts veröffentlichte.
In der Zeit entstand das Design für Zenobia.

Reboot
2015 war es dann soweit, dass erneut ein Roman von mir erschien- aber diesmal bei einem Verlag. Ich bildete mir ein als nächstes unbedingt ein Buch mit einer Transfrau als Protagonistin schreiben zu müssen. (Ganz, ganz schlechte Idee.)
Dieses Buchprojekt nahm ich zum Anlass, um meine Welt neu zu ordnen und zu Planen.
Die Atelier-Videospielreihe war hierzu meine Hauptinspiration.
Auch wenn ich sehr viele, schlechte Ideen hatte, ist auch erstaunlich viel positives übrig geblieben: Der Name Riesenthal für das Land in dem die Geschichte spielt, mein Magie-System, sowie der komplette Plot des Buches, den ich irgendwann in einer relativ ähnlichen Form übernehmen werde.

Theodor aus Riesenthal
Innerhalb der letzten 4 Jahre habe ich für mich den richtigen Punkt gefunden, um mit meiner Geschichte anzufangen: Theodors Kindheit.
Ich habe an dieser Idee gezweifelt, aber schlussendlich daran festgehalten. (Made in Abyss und Somali and the Forest Spirit haben mich darin bestärkt, dass Serien mit jungen Protagonisten auch sehr interessant für Erwachsene sein können)
Meine Dämonen wurden zu Mondfeen und haben sich optisch, sowie auch charakterlich verändert. Die Verbindung zwischen ihnen und Alkemisten (ehemals Magiern) war nun eine Art Pakt. Die Fate/-Reihe war für mich hierzu eine sehr große Inspiration. Das Verhältnis zwischen Master und Servant wird mir dort meist viel zu oberflächlich behandelt, bietet aber sehr viele Möglichkeiten, um die Dynamik zwischen den Charakteren spannend darzustellen. Dabei war es mir natürlich wichtig, dass ich ein vorhandenes Konzept nicht kopiere, sondern nur ein paar Elemente davon übernehme.

Noch einmal kalte Füße bekommen
Eigentlich hätte Theodor aus Riesenthal schon erscheinen sollen. Aber dann hat Covid die Situation ordentlich durcheinandergewirbelt.
Dies habe ich mir zum Anlass genommen, um das fast fertige Buch noch einmal komplett umzuschreiben. Daran sitze ich gerade.
Die größte Änderung ist, dass Theodor sehr viel mehr Eigeninitiative als zuvor zeigt. Er ist richtiggehend zur treibenden Kraft hinter der Geschichte geworden. Eine Rolle, die ihm sehr gut passt.
Ich mag meine Änderungen jedenfalls sehr und bin mit dieser Version echt zufrieden.
Diesmal mache ich jedenfalls ernst und versuche, dass ich das Buch zum Jahreswechsel herausbringen kann.