Alter: ca. 10-14

Okay, der Post wird lang. Bzw in mehrere Teile aufgeteilt, weil es schwer ist die Zeit strenger voneinander abzugrenzen und ich meistens auch mehrere Fandoms gleichzeitig gut fand, die sich dann aber fliesend abgewechselt haben.
In dem Alter haben meine psychischen Probleme sich langsam bemerkbar gemacht. Ich war ein Tomboy (ok, bin es immer noch) und habe nicht so richtig reingepasst. Ich war leider das einzige, hyper-fixierte Anime-Kind in meiner Klasse und hatte große Schwierigkeiten mich irgendwie anzupassen und einen Platz zu finden.
Anime waren da meine Flucht aus der Realität, die ich damals einfach gebraucht habe.

Serie: Pokemon
Lieblingscharakter: Mewtu


Pokemon war zwar nicht mein erster Anime (Sailor Moon oder Mila Superstar habe ich zuvor auch schon gerne gesehen), aber hat dann so richtig eingeschlagen.
Ich habe den Anime geliebt und auch die Game Boy spiele gesuchtet.
Inspirationstechnisch hat die Serie so überhaupt nicht auf mich abgefärbt, obwohl meine ersten Geschichten Pokemon-Fanfictions waren.
Mein Lieblingspokemon war Mewtu, der alte emo-Edgelord.
Ich war in dem Alter auch schon ein Edgelord und hatte starke „Ich bin nicht so wie andere Mädchen“-Vibes. Kein wunder, dass ich, ein sich nicht verstanden fühlendes Kind am Anfang der Pubertät (mit den sozialen Skills einer Kartoffel) sich voll mit dem Charakter identifizieren konnte.
Im Grunde ist Mewtu eh die freundliche Pokemon-Version von Freeza.
(Sorry not sorry) Aber das wusste ich damals ja noch nicht, würde es aber definitiv als Fore-Shadowing betrachten.
Auch wenn ich später wie alle Pokemon Go gespielt habe, ist mir das ganze Franchise mitlerweile relativ egal.
Mein Lieblingspokemon ist seit gut 10 Jahren übrigens Flegmon.

Serie: Dragonball
Lieblingscharakter: Freeza

Dragonball als Serie hat mich wahnsinnig lange durch eine recht schwere Zeit in meiner Kindheit und Jugend begleitet.
Ich mag die klassische Serie (also bis Son Gokou dann erwachsen ist) noch immer sehr. Dragonball Z mochte ich ebenfalls sehr, wobei ich es mir aktuell nicht noch einmal ansehen könnte. (Besonders die ganzen Filler…. ufff. Und auch wenn das Kämpfen nett ist, bevorzuge ich aktuell doch einen Fokus auf Figuren und Handlung).
GT habe ich dann ausgelassen, weil ich damals schon wusste, dass es irgendwie Mist ist.
Freeza ist noch immer einer meiner absoluten Lieblingscharaktere.
Er ist total putzig und ich mag seine Art. Bösewichte wie er bringen ordentlich Chaos in die Geschichten. Gerade als junge Edge…lady? Eckenritterin? mochte ich es, dass ich einen Charakter toll finden konnte, der selbstbewusst ist und zwar an seinen eigenen Problem zu 100% selbst schuld ist, aber trotzdem positiv in die Zukunft blickt.
Mit Mitte/Ende 20 hatte ich dann meine zweite Dragonball-Phase. Einfach, weil der zweite Dragonball Super Film sowas von klasse war. Und auch, weil mir die Serie sehr gut gefallen hat.
Interessnterweise war ich damals auch an einer super schweren Stelle in meinem Leben. Ich hab mir den Film angeschaut und musste an mein 13/14 Järhiges ich denken. Und dann habe ich mich gefragt „Was würde mein Vergangenheits-Ich jetzt zu mir sagen? Wäre sie begeistert davon, dass ich in einer wahnsinnig beschissenen Lebenssituation bin und nicht selbst bereit bin etwas zu ändern?“. Das war jedenfalls der Anstoß für mich etwas zu ändern und mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.
Das Ende von Dragonball Super fand ich klasse. Den vierten Film habe ich mir zwar auch noch angeschaut, aber habe relativ mit dem Franchise abgeschlossen. Einfach, weil die Charaktere alle nicht dazulernen dürfen und immer mehr zu parodien ihrer selbst verkümmern. Wenn sich die Welt ändert, aber alle Figuren gleich bleiben, ist das nicht so toll.
Und die typischen Dragonball-Fans gehen mir sowas von am Arsch.

Dragonball ist die erste Serie, die wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Ich bin über die Serie zu meinem Lieblings-Synchronsprecher Ryusei Nakao gekommen und sammle jetzt seine uralten Schallplatten :D.Wenn er einen Charakter gesprochen hat, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass ich den Charakter zumindest kenne.
Ich stehe total auf Arcs mit Kampfturnieren. (Ich hatte auch mal ein Freeza-Tattoo, aber das war nicht ganz so schön, deswegen ist es jetzt gecovert.)
Meine Geschichten gehen nicht ganz so sehr in Richtung Dragonball, aber zumindest hatte ich regelmäßig „Wutkinder“, die zumindest etwas inspiration von Freeza mitgenommen haben, wobei ich hier nie in die Vollen gegangen bin.
In „Abgrund ruft nach Abgrund“ ist es aber dann endlich soweit und ich habe zumindest zwei richtige „Oujo-Samas“. Wie weit die Beiden gehen werden, kann ich jetzt noch nicht sagen. Jedenfalls war Freeza der Grund, warum ich mit dem Oujo-Sama Stereotyp überhaupt warm geworden bin.
Früher habe ich mich nicht so richtig daran getraut zu emotionale/extreme Charaktere zu schreiben. Das ändert sich aber langsam und ich bin froh, dass ich das so langsam hinbekomme.

Honorable Mentions: Sailor Moon, Digimon, Monster Ranger